Mit den Veröffentlichungen der beiden letzten PCB Footprint Expert Versionen sind neben funktionalen Neuheiten ebenfalls viele Aktualisierungen für den User Guide umgesetzt worden. Des Weiteren wurden viele umfangreiche Erklärungsvideos erstellt, welche die Funktionen und Dienstleistungen im Detail erläutern. Eine genaue Auflistung aller Änderungen und Neuerungen der Versionen ist in den Changelogs zu finden. Diese werden stets in dem sehr aktiven Forum des Herstellers für jeden neuen Patch erweitert. Die Aktualisierungen der User Guides sind sowohl in dem Handbuch innerhalb der Software als auch in dem Online-Handbuch auf der Webseite zu finden.
Für Fragen stehen wir Ihnen per Telefon oder E-Mail sowie per Kontaktformular und Frage stellen-Funktion auf dieser Seite zur Verfügung. Darüber hinaus sind auch Online-Meetings hilfreich, um gemeinsam in einer Live-Demonstration die gewünschten Themen zu beleuchten. Eine Einführung in die Handhabung der Funktionen, Verwaltung der Bibliothek und Einrichtung der Software dauert ca. 60 Minuten. Hierbei erklären wir unter anderem die frei konfigurierbaren Design-Regelwerke, mit denen eine Nutzung von vier etablierten Industrierichtlinien (IPC-7352 + IPC-7351B + IEC 61188-7 + IPC J-STD-001) und dem PCB Footprint Expert Standard (inkl. 3D Modelle) ermöglicht wird.
In dem folgenden Overview-Video wird die PCB Footprint Expert Software als zentrale Lösung für die Standardisierung und Automatisierung von Bauteil-Footprints vorgestellt. Die Software basiert auf vier Hauptfunktionen, die den gesamten Prozess von der Berechnung bis zur CAD-Integration abdecken. Den Kern bilden die leistungsstarken Kalkulatoren, die über 140 Bauteilfamilien unterstützen - von gängigen SMD-Chips bis hin zu komplexen Through-Hole-Komponenten. Nutzer können hier Dimensionen präzise anpassen, Pins neu anordnen oder ausblenden und verschiedene Layer wie die Lötstoppmaske direkt visualisieren und steuern.
Für besonders komplexe oder nicht-standardisierte Gehäuse bietet der FP Designer eine flexible Umgebung, in der Anwender die volle Kontrolle über Pad-Stacks, Polaritätsmarkierungen und Gehäuseumrisse haben. Hier lassen sich Herstellerempfehlungen exakt umsetzen, was besonders für einzigartige Bauteilformen entscheidend ist. Alle erstellten Daten fließen in die Bibliotheksverwaltung ein. Diese ermöglicht nicht nur das Speichern und Suchen von Bauteilnummern und Datenblättern, sondern bietet auch mächtige Werkzeuge wie das „Batch-Building“, mit dem ganze Bibliotheken gleichzeitig für verschiedene Zielformate generiert werden können.
Ein wesentlicher Vorteil ist die enorme Anpassungsfähigkeit über das Optionsmenü. So können z.B. globale Regeln für Fertigungstoleranzen, Lötpasten-Verhältnisse, Siebdruck-Abstände und 3D-Modell-Farben definiert werden. Einmal festgelegt, wendet die Software diese Regeln automatisch auf jedes Bauteil an, was eine konsistente Qualität über das gesamte Projekt hinweg garantiert. Besonders hervorzuheben ist die breite Unterstützung von 25 CAD-Tools sowie die Erstellung hochwertiger 3D-STEP-Modelle: Zuken, SIEMENS, Cadence, Altium, CADint, DesignSpark, DipTrace, EAGLE, KiCad, McCAD, Pantheon, Proteus, Pulsonix, SoloPCB, TARGET 3001!, Ultiboard, Librarian, ...
Der neue Fachvortrag wurde in Zusammenarbeit von PCB Libraries und CSK erstellt und behandelt das Thema der realitätsnahen Nutzung von vier etablierten Industrierichtlinien (IPC-7352 + IPC-7351B + IEC 61188-7 + IPC J-STD-001) und dem PCB Footprint Expert Standard. Mit den genannten Richtlinien und Standards führt man die SMD- und THT-Bauteilerstellung durch. Daher geht es um eine konstante professionelle Art und Weise wie man qualitativ hochwertig reproduzierbare und IPC-konforme Bauteile und Landeflächen inklusive modernster 3D STEP-Modelle erstellt. Folglich wird eine saubere Bibliotheksverwaltung und eine benutzerfreundliche Bibliothekshandhabung benötigt.
Insofern besteht die Aufgabe, dass die komplexen Regelwerke der Bauteilerstellung und die unterschiedlichen Anforderungen für die Fertigung mit den oft widersprüchlichen Regeln trotz allem verstanden werden. Und weil vielen Verantwortlichen nicht alle Richtlinien bekannt sind oder gar der Einsatzzweck nicht immer eindeutig zu bestimmen ist, stehen wir alle vor den gleichen Herausforderungen: Welche Richtlinien sind tatsächlich erforderlich? Welche Schritte können automatisiert werden? Und wie kann man für sich selbst aus allen geltenden Richtlinien einen allumfassenden Weg so erstellen, dass man weitestgehend regelkonform produziert und dennoch alle Herstellervorgaben einhält?
Unsere Präsentation setzt vor allem an diesen Punkten an: Warum erstellt man einen eigenen Richtlinien-Mix? Wie kann man eine eigene Bibliothek mit Standard- und Benutzereinstellungen erstellen? Weshalb können die einzelnen Arbeitsschritte frei konfigurierbar bleiben? Wie folgt aus diesen Punkten eine Automatisierung für mein Unternehmen, damit jeder in meinem Team hochwertige Bauteile erstellen kann? Was gibt es Neues neben den THT-Definitionen nach der IPC und den Proportional PADS vom FED? Es geht also um eine Vielfalt an Anforderungen und darum, dass die Einhaltung von globalen Industrierichtlinien wirklich ein MUSS für jeden Verantwortlichen weltweit ist.
Ebenso müssen Verantwortliche die Herausforderungen der Bauteilfamilien mit den etlichen Hindernissen der notwendigen Berechnungen kennen. Die einsatzgerechte Gestaltung der Anschlussflächen, der einheitlichen Null-Lagen, der passenden Abmessungen, Konturen und Fertigungstoleranzen sind dabei aber nur einige der Aufgabenbereiche. Auch die Bereitstellung von sauberen Dokumentationen mit einer regelbasierten Benennung der Bauteile nach geltenden Naming Conventions ist wichtig. Demnach muss die Umsetzung der Richtlinien für die Erstellung von Standard- und Nicht-Standard-Footprints stets transparent, regelbasiert, anpassbar und auch mit dem Team teilbar sein.
Letztlich folgt aus einer solchen Umsetzung, dass die Berechnungsgrundlagen für alle Bauteile zusammen mit den Industrierichtlinien in jedem Aspekt jederzeit anpassbar und nachprüfbar zu sein haben. Erst dieser Umstand könnte die wiederkehrenden Schritte so automatisieren, dass Herstellervorgaben regelkonform umgesetzt werden. Das bedeutet, dass Verantwortliche nicht einen all umfassenden Industriestandard mit allgemeinen Regeln auswählen. Sie erstellen sich selbst einen eigenen, aber auch anpassbaren Richtlinien-Mix. Als abschließendes Ergebnis erhält man eine Automatisierung für den Aufbau, die Pflege und die Weiterentwicklung der Firmenbibliothek und der Bauteilerstellung.